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Familienplanung bei Beta-Thalassämie

DATUM
30.03.2026

Menschen mit Beta-Thalassämie haben aufgrund der Erkrankung oft einen Überschuss an Eisen im Körper, der durch Bluttransfusionen und die Krankheit selbst entsteht. Dies kann zu Hormonstörungen führen, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Haben Menschen mit Thalassämie den Wunsch, Kinder zu bekommen und eine Familie zu gründen, kann eine gezielte Hormonbehandlung helfen.

Früher galt eine Schwangerschaft für Frauen mit Thalassämie major als riskant, doch heute ist sie unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Wichtig ist, dass eine Eisenüberladung des Herzens ausgeschlossen wird, da dies lebensgefährliche Folgen für Mutter und Kind haben kann. Sind die Frauen in ihrer Behandlung gut eingestellt, klappt es oftmals sogar mit einer spontanen Schwangerschaft. Wenn nicht, kann eine künstliche Befruchtung bei der Erfüllung des Kinderwunschs helfen. Grundsätzlich sollten Frauen mit einer schweren Form der Thalassämie mit der Familienplanung nicht zu lange warten, denn die Menopause setzt in der Regel früher ein als bei gesunden Frauen. Bei Männern muss bei der Familienplanung oftmals mehr Zeit eingeplant werden: Eine Voraussetzung für Fruchtbarkeit der Spermien ist die Absetzung der Testosteron-Behandlung.

Studien zeigen, dass Menschen mit Thalassämie dank moderner Behandlungsmethoden heute viel häufiger Kinder bekommen können als noch vor einigen Jahrzehnten. Eine engmaschige medizinische Begleitung und die Einhaltung der Behandlung sind dafür wesentlich.

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Stand: 2026

Kinderwunsch, Schwangerschaft, Elternschaft – das sind Themen, die viele Menschen mit Beta-Thalassämie major bewegen. In diesem Video teilen Rosamaria und ihr Mann Davide sowie Stamatula, Stella und ihre Mutter Niki, wie sie mit dem Thema Familienplanung umgegangen sind. Prof. Dr. Holger Cario erklärt, welchen Einfluss die Eisenüberladung auf die Sexualhormone haben kann, und was das für die Familienplanung bedeutet. Außerdem erzählen Rosamaria und Davide von der Geburt ihrer Tochter Liliana – und, wie sie mit deren Thalassämie-Diagnose umgegangen sind. Denn neben den Risiken einer Schwangerschaft mit Thalassämie besteht auch die Chance, dass das Kind die Erkrankung erbt.

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Stand: 2019

In diesem Video teilt Katerina ihren Weg zur Familiengründung. Von medizinischer Seite ergänzen Dr. Regine Große (Kinderhämatologin am Universitätsklinikum Hamburg) und Prof. Dr. Holger Cario (Hämatologe und Thalassämie-Experte am Universitätsklinikum Ulm), was zu beachten ist.

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